Angsthunde

 

Ich betone ausdrücklich, hier geht es nicht um unsichere oder ängstliche Hunde, sondern um schwer traumatisierte, misshandelte Windhunde die "nur" noch aus Angst und Panik bestehen, ihre Seele gebrochen wurde, Hunde die keinem Menschen mehr trauen können.

Kein Grund zurückzuschrecken, einen solchen Hund bekommen sie nicht "untergejubelt", wenn ein dermaßen traumatisierter Hund ein Zuhause sucht weisen Tierschutzorganisationen verantwortungsvoll auf dieses Problem hin, denn sie brauchen ein sehr sicheres Zuhause mit wirklich erfahrenen Menschen

 

Warum schreibe ich dann davon wenn es nicht oft vorkommt?

Weil es immer wieder passiert es das ein solcher neu angekommener Angsthund entwischt... eine der größten denkbaren Katastrophen, weil er nicht oder nur mit verdammt viel Glück "einzufangen" ist.

Unter "Kommt bald Ihr 1. Windhund?" bin ich bereits auf die ersten kritischen Tage eingegangen, hier möchte ich aber aus meiner eigenen Erfahrung mit mehreren Angst-Windhunden verschiedener  Windhundrassen noch einige Punkte ausführlicher anfügen. 

Ich möchte  von meinen Erfahrungen und Beobachtungen, als Hilfe oder Unterstützung berichten und wenn es nur einem einzigen Hund zugute kommt, das er die erste besonders kritische Phase dadurch schafft. 

 

Vorangestellt:  Abholung an der  Übergabestelle Autobahnparkplatz oder belebter Straße 

Nicht selten halten Transporter an verschiedenen Autobahnparkplätzen, wo die Übergabe an ihre neuen Besitzer, Pflegestellen usw. statt findet. Dies ist ein sehr gefährlicher Ort. Ich habe erlebt das die meisten Hunde völlig unproblematisch ihre ersten Schritte in ihrer neuen Heimat machten, neugierig aber ruhig die Nase in die Luft streckten und sich umschauten, sich sogar sofort von jedem Fremden streicheln ließen. Sie waren nicht einmal durch die lauten Autobahngeräusche irritiert. Die Hunde wurden vorher im geschlossenen (!) Bus sicher angeleint, möglichst mit gut sitzendem Geschirr. Auch wurden die Abholer vom Fahrer oder einer Begleitperson deutlich auf die Gefahr hingewiesen das der Hund vor Schreck entwischen könnte... und dennoch kann es gefährlich werden, vor allem bei ängstlichen, unsicheren Hunden.

Ich war also gut informiert, war gerüstet mit Halsband, Leine usw. und meiner Erfahrung mit Angsthunden. Ich wusste der Hund, den ich jetzt übernehme, ist verschüchtert, hat kein Vertrauen zu Menschen (mehr).

Der Hund wurde mir gut gesichert übergeben, er lief mit mir sofort fast normal, nur leicht zögerlich direkt angrenzend auf eine kleine Wiese, er sollte sich entleeren können. Nach etwa 10 Metern brach er fast ohne Vorzeichen, ausgelöst durch den enormen Geräuschpegel der Autobahn und sicher auch mir als fremden Menschen in Panik aus und wollte flüchten. (Windhunde kommen immer aus einem Halsband, auch aus einem gut sitzenden Geschirr! - inzwischen gibt es aber spezielle Geschirre...) "Fast ohne Vorzeichen", weil sie ein Angsthund-Unerfahrener sie nicht hätte erkennen können. Ich bin überzeugt davon, es wäre ganz schlimm ausgegangen... So erkannte ich aber die Vorboten und war schon bereit, wollte aber nicht zu früh so eine schnelle Reaktion meinerseits tun, damit hätte ich eine Panik ebenso auslösen können. Ich konzentrierte mich zu 100 % NUR auf den Hund, beobachtete ihn ganz genau und wusste wie ich ihn AUF DER STELLE "fassen" musste, damit er sofort in seiner Panik gestoppt wird und absolut keine Chance mehr hat sie zu steigern, wie ich den Hund zu schützen hatte. Sofort den Windhund (möge es durch seine Größe Machbar sein...) quasi aushebeln. Das geht am Sichersten indem man ihn sofort auf eine Weise hoch hebt, die ihm keinen Raum mehr gibt flüchten zu können, zu entwischen. Dabei darf man aber nicht unsicher sein, einem wahren Angsthund gibt ein kurzes Zögern Ihrerseits schon Raum genug zu entwischen. Einen Arm um seine oberen Hinterbeine, also unterm Hintern und den anderen Arm vorne um die Brust. So das alle vier Beine im Innenfeld meiner Arme waren. So den Hund umfasst hält eine Hand noch das gut sitzende Halsband um den Kopf dabei halten und lenken zu können. So kann auch verhindert werden das er womöglich in seiner Angst zuschnappt. Den Windhund so hochheben und möglichst an einen sicheren Ort tragen. Auf diese Weise ist er "ausgehebelt", kann keine Kraft mehr umsetzen und ihm wird nicht weh getan. Sie sollten dabei in erster Linie sicher sein und ruhig. Er hält nach meiner Erfahrung sogar ganz still, auch durch den Überraschungseffekt, allerdings nicht lange. Die Zeit muss man nutzen um ihn an einen sicheren Ort zu bringen, in meinem Fall ganz schnell ins Auto. Ich will Ihnen auf gar keinen Fall Angst machen, so ängstlich sind - wie gut!!- nur sehr wenige Hunde, aber es gibt sie. Wenn man es vorher weiß und nicht angsthunderfahren ist, sollte meiner Meinung nach der Hund noch sicherer übergeben werden, z. B. in der Box direkt in ihr Auto. Müssen Sie die Box dort gleich zurückgeben, unbedingt aufpassen das Ihnen der Hund nicht aus der Autotür entwischt, ein kleiner Spalt reicht und er drückt sie auf.

 

Ich hoffe Sie, bzw. der Hund, hat das Glück das Sie vorher erfahren das der Neuankömmling ein (extremer) Angsthund ist... Ich habe es selbst auch schon anders erlebt. Die Hunde hatten das große Glück, das ich bereits mehrere Angsthunde hatte und augenblicklich wusste wie ich reagieren muss, sonst hätte es für sie schon auf dem Flughafen, bzw. der Übergabe sehr schlimm enden können.

Wenn sie nur grob erfahren konnten das er ein Angsthund ist und keine weiteren Details, sollten Sie sicherheitshalber folgendes mit in Ihre Gedanken und Vorbereitungen einbeziehen:

Um einen extremen Angsthund zu sich zu nehmen müssen Sie selbst Voraussetzung bieten können. Sie selbst müssen sicher sein. An Ihrer Sicherheit kann sich der Hund orientieren, immerhin übernehmen Sie die Position des Rudelführers. Als solches erkennt ein Hund Sie aber nur an, wenn Sie unter Anderem auch keine Unsicherheiten zeigen. Unsicherheit Ihrerseits wirkt sich bei einem Angsthund verstärkt aus, es steigert seine Angst und seinen Drang zu flüchten. Eine andere Möglichkeit Ihrer Unsicherheit zu entkommen wäre das "Rudel" selbst zu führen, aber dazu ist ein extremer Angsthund natürlich überhaupt nicht in der Lage. Im Wesen des Hundes ist verankert: Die Sicherheit und damit Überleben des Rudels hängt auch von den Fähigkeiten und der Stärke des Rudelführers ab. 

Eine weitere Voraussetzung Ihrerseits ist Geduld. Praktisch grenzenlose Geduld. Ungeduld kann alles erreichte zunichte machen, der Hund kann das winzige bisschen Vertrauen das er Ihnen gegenüber schon aufbauen konnte sofort wieder verwerfen und Sie doch als "bösen Menschen" einstufen. Geduld heißt natürlich nicht den Hund so wie er ist gewähren lassen, liebevoll und konsequent sollten Sie mit ihm weiter üben seine Ängste anzubauen.

Nehmen Sie ihn bei der Übergabe, ob am Flughafen oder an einem Übergabeplatz, womöglich an der Autobahn oder einem Parkplatz, nicht aus der Transportbox. Sie können ihm mit aller Vorsicht auch in der Box Wasser anbieten. Wenn Sie ihn allerdings aus einer sicheren Box nehmen MÜSSEN, dann nur mehrfach gesichert - egal wie es aussieht - und sorgen Sie für den aller kürzesten Weg zu Ihrem Fahrzeug oder wo immer er hin soll. Sicher geben Sie ihm zur Begrüßung auch etwas zu Fressen, was auch okay ist, ich würde es aber nicht übertreiben, erst einmal nur wenig geben. Eine "ordentliche" Mahlzeit erst nach Ankunft bei Ihnen zu Hause. Futter ist etwas sehr positives, das können Sie nutzen um ihm am Standort Zuhause schon die erste positive Erfahrung machen zu lassen, auch zur Sicherheit. Denn der Hund kommt oft, falls er doch entwischen kann, dahin zurück wo er Futter bekam. Selbst wenn er es (noch) nicht frisst, hat er es begriffen, hier gibt es Futter... Damit haben Sie schon den aller ersten Grundstein für ein späteres Vertrauen zu Ihnen gelegt.

Bedrängen Sie einen solchen Hund niemals. Zuwendung oder Ihre Nähe kann für einen solchen Hund in der ersten Zeit Bedrohung bedeuten, sie sind fremd, er kennt sie nicht, er traut Ihnen überhaupt nicht!  Windhunde, z.B. aus Spanien, sind menschliche Zuwendung oft überhaupt nicht gewöhnt, Angsthunde "erzählen" durch Ihr Verhalten davon das sie gute Gründe haben vor Menschen große Angst zu haben. Er wird sie beobachten, Ihr Verhalten, Ihre Stimme, Ihre Körpersprache, ob Sie seine Signale verstehen, sie damit sehr schnell einordnen. In "Gut" wohl noch nicht, aber es könnte da schon funktionieren das er Sie nicht als große Gefahr einstuft, damit hätten Sie schon den zweiten positiven Punkt erfüllt, eine weitere Voraussetzung das er Ihnen eines Tages vertrauen wird und mit Ihnen zusammen seine Ängste überwinden kann, auch wenn er das Ihnen noch nicht zeigen kann - vielleicht noch lange nicht. 

Bei manchem Angsthund ist es ein Vorteil, wenn bereits artgleiche Hunde im Haushalt leben, sie orientieren sich möglicher Weise sehr schnell an ihnen und fühlen sich in ihren Nähe sicherer. Aber auch da können Fehler gemacht werden oder die erste Begegnung zu einem weiteren positiven Punkt werden. Ein für einen extremen Angsthund einschüchternder Hund, wie ein sehr dominanter, ein zu temperamentvoller usw. sollte nicht als erstes zum Angsthund dürfen. Die ersten Erfahrungen sollten wohl besser für ihn angenehme, freundliche und ruhige sein, ihnen wird er sich dann sehr schnell anschließen, sich an ihnen orientieren oder zumindest als positiv einordnen. Ein Hund sucht und braucht Sicherheit, wenn er Menschen (noch) nicht vertrauen kann, besteht eine große Chance das er sie bei den anderen Hund/Hunden sucht. Wenn er sowohl vor Menschen als auch vor Hunden extreme Angst haben sollte, dann müssen alle Sicherheitsmaßnahmen auf die denkbar höchste Stufe "gestellt" werden! Da sehe ich die aller größte Gefahr das er versuchen wird zu entwischen. Dazu brauchen Sie unbedingt Wissen über seine Rasse, oder die dominierenden Rasseeigenschaften wenn´s ein Mischling ist, um den Hund auch wirklich verstehen zu können. 

Das spielt sich alles schon in den ersten Minuten ab! Da legen Sie bereits den Grundstein dafür, das er wahrscheinlich nicht ausreißt. Windhunde sind SEHR sensibel, Angst-Windhunde noch mehr, sie reagieren prompt auf Ihr Verhalten, vor allem wenn er spürt das Sie sein Wesen nicht verstehen und dadurch Fehler machen. Damit könnten sie sogar sein Fluchtverlangen, wenn er in Panik gerät, fördern.  Gehen Sie bei einem solchen Hund sicherheitshalber davon aus, das er anfangs jederzeit flüchten will. Ich würde in den ersten Tagen auch dafür sorgen, das keine Besucher kommen um den Neuling zu bewundern, keine Kinder wild in seiner Nähe toben, wenn es nicht zwingend nötig ist noch nicht mit ihm zum Tierarzt gehen. Vermeiden Sie jede Unruhe, jeden Stress, einen stressigen Ort wird ein solcher Hund wohl kaum als guten Platz für ein Zuhause einordnen. Geben Sie ihm erst einmal Zeit und Ruhe die neue Umgebung und die SIE und die Familienmitglieder zu beobachten, als "Gut" einstufen zu können. Dann wäre die Gefahr das er ausbüchst schon so gut wie gebannt.

Der Grundstein, wie sich der Hund bei Ihnen entwickelt, wird in den ersten wenigen Stunden gelegt. 

Die nächste sehr problematische Phase bei einem extremen Angsthund folgt nun ziemlich schnell, er muss, sollte sich entleeren oder wieder entleeren. Es kann sein das er angeleint in Panik ausbricht und im schlimmsten Fall sogar über den Zaun springt, wenn sie mit ihm in den Garten gehen. Von so einer Erfahrung, das ein Hund aus Panik über den Zaun sprang kann ich nicht berichten, lese es aber viel zu oft. Ich erlebte aber mehrere Angsthunde, die angeleint in heftiger Panik ausbrachen, die gar nicht in der Lage waren angeleint geführt zu werden. Beim ersten Geräusch, beim ersten Gefühl das Sie als Mensch viel zu nahe an ihm sind, ihr Hund zu temperamentvoll und zu nahe an ihm vorbei rennt, ein Auto hupt, eine Autotür zuklatscht, ein Flugzeug darüber fliegt, auch einfach nur am Haus eine Tür oder ein Fenster geöffnet wird...  Sorgen Sie dafür, das der Hund sich auf keinen Fall bedrängt oder eingeengt fühlt! Auf keinen Fall von einem anderen Hund oder Menschen bedrängt wird! Sorgen Sie dafür das kein weiterer Mensch dazu kommt, das er keine Hilfe am Zaun vorfindet, die ihm erleichtert darüber springen zu können - vorher natürlich. Es gibt inzwischen (in einem Internetshop) Geschirre speziell für Windhunde, aus denen sie nicht entwischen können, informieren Sie sich!

Ich hatte bei meinen extremen Angsthunden oben genannte ausbruchsicheren Geschirre noch nicht, ich musste einen anderen Weg finden. Einige von ihnen brachen plötzlich in heftigster Panik aus, ein Vogelzwitschern reichte oder seine Grenze von paar wenigen Minuten war erreicht, das Angeleintsein ertragen zu können. Ich probierte natürlich bei jedem im eingezäunten Grundstück, ob er sich an einer Leine führen lässt... Wenn er in Panik ausbrach, habe ich SOFORT entscheiden müssen was jetzt die richtige Reaktion von mir ist, aber innerhalb einer Sekunde, sonst kann es zu spät sein. Meistens konnte ich seine Panik kontrollieren oder sogar sofort abbrechen, indem ich ihm etwas mehr Raum ließ, aber nicht immer. Ich nutzte oft auf der Stelle Beschwichtigungssignale, die Hunde selbst anwenden um eine kritische Situation zu entschärfen. Auf keinen Fall auf ihn zugehen, ihn gar an der Leine ziehen oder laut werden. Beschwichtigen, das kann heißen Ihren Blick abwenden, möglichst den Körper gleich mit. Da ich in dem Moment nicht erst alle Varianten der Beschwichtigung durchdenken konnte, reagierte ich auch instinktiv, ich machte mich "kleiner", notfalls bis auf den Boden und das aber sehr sicher, nicht panisch und doch zügig und vor allem für den Hund eindeutig zu verstehen. Ich war manchmal verblüfft wie das wirkte, konnte es nun immer wieder anwenden um mit dem Hund kommunizieren zu können, was ein Anfang von Vertrauen sein kann.

Wenn er in der Panik innehält unbedingt ruhig bleiben, nicht gleich auf ihn zugehen, das könnte sofort die nächste Panik auslösen denn er ist noch immer bereit dazu. Behalten Sie erst einmal ihre beschwichtigenden Signale bei, damit er sich beruhigen kann. Wenn sie hektisch reagieren, unklar oder ihn mit Zugehen auf ihn noch "bedrohen" kommen Ihre Beschwichtigungssignale bei ihm nicht mehr an, weil sie sich anders verhalten als sie ihm signalisiert haben! Er traut dann Ihren Beschwichtigungssignalen, einer "Sprache" die er ganz genau kennt, nicht mehr!

Versuchen Sie nach einer kleinen Pause, in der Sie seine Körpersprache sehr gut beobachten sollten, auch wenn sie offensichtlich Ihren Blick von ihm abwandten, ganz langsam Schritt für Schritt wieder in Richtung Haus zu kommen. Sie können auch sehr ruhig und langsam dabei sprechen, die ruhige tiefere Stimme wirkt positiv auf ihn. Sobald er in Panik geraten will oder gerät schnell wieder die gleichen Signale zur Beschwichtigung einsetzen, bis er wieder ruhig ist. Wenn Sie es schafften ihn wieder im Haus zu haben, auch nicht mit Loben bedrängen! Bieten Sie ihm vielleicht etwas Positives, vielleicht ein besonderes Leckerchen, auch wenn er es nicht von Ihnen nimmt, dann legen Sie es ihm an einen sicheren Platz. Selbst wenn sie weiter ruhig bleiben und ihn einfach in Ruhe lassen ist das in dem Fall sehr positiv. Ihn nicht zu beachten wird Ihnen vielleicht sehr schwer fallen, aber damit tun Sie einem Angsthund durchaus einen Gefallen, er fühlt sich nicht von Ihnen bedroht oder eingeengt. 

Es kann auch vorkommen das der Hund starke Platzangst hat, es nicht schafft in geschlossenen Räumen zu sein, dann lassen sie, wenn es machbar ist die Zimmertür offen. Umso eher er begreift das Sie ihn nicht bedrängen, einengen, umso eher wird er das erste Fünkchen Vertrauen Ihnen gegenüber zulassen können. Ebenso ist es möglich, das er durch eine heftige Platzangst große Probleme hat durch schmale Flure oder Zimmer zu gehen. Erleichtern Sie es ihm, indem Sie z.B. am Ende des Flures eine Zimmertür öffnen, damit er eine "Fluchtmöglichkeit" sieht. Menschen, auch Sie sollten in dem Fall möglichst nicht mitten in einem so schmalen Raum stehen, das erschwert ihm enorm an Ihnen vorbei zu gehen, das kann zusätzlicher, enormer Stress für ihn sein. Später kann solch ein Angsthund auch diese Situationen angstfrei meistern, aber nur wenn Sie ihn niemals bedrängen. Sei Vertrauen zu Ihnen darf nicht erschüttert werden. Sollte eine Situation sein in der der Hund an Ihnen vorbei gehen muss/will, und er es nicht schafft, helfen sie ihm. Beschwichtigen Sie, wenden sie z.B. betont Ihren Blick ab, drehen sie Ihren Kopf auch seitlich weg. Sie können dabei auch gähnen, das versteht der Hund auch als Entspannung einer kritischen Situation.

Lassen Sie zu, das er sich im Haus einen Platz aussuchte, wo er sich sicher fühlt auch wenn sie eine andere Vorstellung hatten - sofern er zugfrei, trocken und für einen Hund geeignet ist. Lange hält das in der Regel nicht an und er wird mit zunehmendem Vertrauen mutiger, rückt näher an Sie heran. Ein stressfreier Rückzugsort ist wichtig, er muss sicher zur Ruhe kommen können. Anhaltender Stress macht auch Hunde krank, das müssen Sie vermeiden.

Wenn Sie das geschafft haben, sind Sie schon SEHR weit gekommen! Er hat Ihnen schon vertraut! Er hat Sie verstanden, Sie haben sich verstanden!

Sollte er sehr menschenscheu sein und es kommt ein Besucher, bitten Sie diesen dem Hund keine Beachtung zu schenken, nicht auf ihn zuzugehen, ihn nicht anzustarren, sich nicht zu nahe beim Hund aufzuhalten. Denken Sie auch daran, der Hund beobachtet in dieser Situation vor allem Sie, wie Sie sich verhalten. Das KANN heißen, falls Ihr Besucher sich nicht an Ihre Bitte hält, dem Hund auch zu zeigen das Sie ihn schützen, dafür sorgen das der "Fremde" ihn nicht "bedroht". Reagiert der Hund z.B. mit Panik, weil der Gast doch zu nahe kommt, dann stellen Sie sich einfach "dazwischen". Der Angsthund wird es klar als Beschwichtigung von Ihnen verstehen, so wie ein Rudelboss reagieren muss. Und schon haben sie bei dem Hund gepunktet, wieder einen Grundstein für Vertrauen Ihnen gegenüber gelegt. Sicher klingt das alles, was ich dazu zu sagen habe kleinlich, aber es sind nach meiner Erfahrung sehr wichtige Verhaltensweisen, die dem Hund sehr schnell helfen für ihm am leichtesten und so stressfrei es möglich ist seine großen Ängste zu überwinden. 

Der Anfang, die ersten Stunden und Tage, sind entscheidend und kritisch. Ist aber ein optimaler Anfang gemacht wird der Hund fast automatisch einen Schritt nach dem anderen aus seiner Angst machen können.

Ich hatte auch Hunde, die absolut nicht anleinbar waren, die vor Menschen die größte denkbare Angst und Panik hatten. Ich beobachtete aber, das sie stillen Kontakt zu manchem meiner Hunde aufgenommen hatten, sie als positiv empfanden. Dann spürte ich es, ich konnte ihn mit meinen Hunden frei, ohne Leine in den Garten lassen. Er wird dann nicht ausbüchsen, wenn er nicht bedrängt wird, weil er bei den Hunden Sicherheit und Schutz findet, was er gerade zu Anfang ganz besonders braucht und sucht. Da können Sie allerdings das Problem haben den Angsthund wieder ins Haus zu bekommen. Machen Sie sich vorher - wenn der Hund so extrem verängstigt ist- Gedanken welche Möglichkeiten Sie dann haben. Eines dürfen Sie allerdings nicht, ihn bedrängen, scheuchen, nervös machen, laut werden... Ein extremer Angsthund lässt sich oft nicht mit Futter bestechen.  Wenn er bereits begriffen hat das es im Haus angenehm ist, es da Futter gibt, seine Artgenossen da sind, müssen Sie im Grunde nur einen Weg, eine Möglichkeit finden ihm die Hürde ins Haus zu gehen zu erleichtern. Ihm möglichst auch Zeit geben es auch alleine zu schaffen. Kein Zwang! Nicht bedrängen! keine Ungeduld Ihrerseits! Sie können versuchen ihn auszutricksen, ihn mit Tricks ins Haus zu bekommen. Möglichkeiten dazu sollten Sie am besten schon vorher ausgedacht haben oder kennen. Wenn es gar keine gibt, kann ich Ihnen nur zu einem solchen sicheren Geschirr raten. 

Die Möglichkeit einen Angsthund an sicherer Stelle "auszuhebeln" und ins Haus zu tragen habe ich nie in Erwägung gezogen, als aller letztes Mittel um ihn zu schützen hätte ich es dann wohl auch getan. Das musste ich aber nicht, da mein Grundstück sicher eingezäunt ist. Ich wollte es vermeiden, weil ich grundsätzlich sanfte Möglichkeiten bevorzuge, wobei der Hund für ihn unmerklich dazu gebracht wird den gewünschten Schritt selbst zu tun. Wenn ich ihn ins Haus trage, kann er zu mir ja gar kein Vertrauen aufbauen. Vertrauen vom Hund zu erarbeiten und zu bewahren ist bei allem immer meine Basis, deswegen ist z.B. "Bindung" kein wirkliches Thema, die entsteht allein schon durch den Umgang miteinander, ganz besonders in der schwierigen Anfangszeit.

Ich würde dem Angsthund im Garten keine bequeme Möglichkeit bieten, wo er sich einrichten könnte, dann erschweren Sie ihm nur ins Haus zu kommen, was sollte ihn dann noch dazu bewegen? Auch Futter würde ich ihm ausschließlich im Haus geben, und wenn es nur bei offener Tür einen Meter weit im Haus ist, aber IM HAUS. In dem Fall öfter nur sehr kleine Portionen geben, damit er so oft wie möglich diesen Schritt ins Haus wagt und auch schaffen wird. Auch ein extremer Angsthund verhungert nicht freiwillig. Sollte er sehr große Angst vor Menschen haben, lassen Sie sich und auch niemand anderen blicken wenn er die ersten Schritte ins Haus macht. Die Tür müsste dazu aber offen stehen. Umso ungestörter er ist, desto weniger bedrohlich ist es für ihn und umso schneller wird er die Angst vorm Haus, vorm "eingesperrt sein" überwinden oder verlieren. Wieder: Gleichzeit entsteht Vertrauen zu Ihnen, WENN Sie ihn dabei nicht stören, bedrängen.

Wenn die Angst des Hundes aber so enorm stark ist das es überhaupt nicht möglich ist ihn in ein Wohnhaus zu bekommen, was ich auch schon bei Angsthunden erlebte, dann muss man selbstverständlich im Garten für einen warmen, zugfreien, geschützten und trockenen Platz sorgen, damit er sich erst mal in seiner neuen Umgebung orientieren kann, sie in kleinen Schritten kennen lernen kann. Dann bekommt er selbstverständlich auch draußen sein Futter. Auch in dem Fall muss es ihnen mit aller Vorsicht keinen Fehler zu machen und viel Geduld gelingen einen Anfang zu finden diesen Hund zu erreichen um Schritt für Schritt  Vertrauen zu Ihnen aufbauen zu können. Dann dauert es es eben länger bis er es schaffen kann von sich aus in Haus gehen zu können. Seine Futterschüssel würde ich ab einem bestimmten Zeitpunkt immer näher zur Haustür rücken, schließlich wie oben beschrieben bei geöffneter Tür etwas ins Haus.

Sie sollten ein ganz klares Konzept haben wie sie vorgehen, auf keinen Fall mal so und mal so. Er muss sich sicher und klar orientieren können, behalten Sie die Abläufe unbedingt bei. Sei denn Sie erkennen eine für den Hund viel bessere Möglichkeit, dann ändern Sie es ab, aber behutsam. Änderungen können einen Rückschritt für einen Angsthund bedeuten, er muss sich neu orientieren. Die Gefahr ungeduldig zu werden ist sehr groß. Sobald Ungeduld bei Ihnen aufkommt machen Sie sich bewusst das es Ihre eigenen Erwartungen sind, die nicht erfüllt werden. Übertragen Sie es auf den Hund, dann blockieren Sie ihn. 

Ich habe bei Angsthunden beobachten können das es auf ihrem Weg aus der Angst "Stillstand" geben kann, auch Wochen lang. Es ist kein Stillstand, sie leisten während dieser Phase sogar enorm viel. Sie festigen den letzten erlernten Schritt, beobachten und "bewerten" eine neue Situation, sie sind bereit für den nächsten Schritt, wägen aber erst sehr gut durch Beobachten ab ob es wirklich keine Gefahr ist. In winzigen Schritten, für uns Menschen kaum ersichtlich tasten sie sich heran... und eines Tages, für uns plötzlich, tun sie den neuen Schritt.

Wenn das alles nun schon klappt, haben Sie schon halb gewonnen. Dann können Sie auch schon loben, anfangs nur mit sehr ruhiger, tieferer langgezogener Stimme, es sollte sich von anderen Worten deutlich abheben und sehr angenehm für ihn sein. Auch immer auf die gleiche Weise, die gleichen Worte, die gleiche Tonlage, um ihm die Chance zu geben sich sicher sein zu können. Er braucht diese klare und positive Ansage als Orientierung und Unterstützung. Jedes mal wenn er etwas sicher geschafft hat, können Sie es steigern, ihn mit etwas Neuem vertraut machen, immer behutsam und nur dann steigernd wenn er sicher ist. So baut sich recht schnell eine Angst oder Unsicherheit nach der anderen ab und gleichzeitig Sicherheit und Vertrauen zu Ihnen auf.

Wenn er sich allerdings schon anfassen lässt, sieht es wesentlich anders aus, dann streicheln Sie ihn natürlich! Aber nur wenn er das schon als angenehm empfindet, sonst wäre es womöglich eine Bedrohung.

Wenn sich dieser Hund nicht anfassen lässt, bei Berührung Panik bekommt und flüchtet, dann müssen Sie noch warten, geduldig. Erst wenn er sich sicher fühlt und nun auch freiwillig und immer unproblematischer ins Haus kommt, können Sie langsam und SEHR behutsam Übungen machen ihn berühren zu können.

Z.B:, wenn er inzwischen sicherer und nahe an Ihnen vorbei geht, ihn ganz vorsichtig Ihre Hand leicht und angenehm am Rücken berühren. Vielleicht nur "zufällig" die Fingerspitzen über den Kopf oder Rücken streifen lassen. Auch wenn er panisch reagieren sollte, war es eine positive Erfahrung, der er aber erst trauen muss. Das kann schnell gehen, kann auch Wochen und mehrere Monate dauern. Machen Sie es immer wieder, bis er keine Angstreaktion mehr zeigt. Dann verstärken Sie es ETWAS, wenn er wieder sicher ist, noch mehr bis zum Streicheln.

Eine begonnene "Übung" mit dem Angsthund sollte weiter geführt und nicht abgebrochen werden. Sollten Sie z.B. die Hand nicht mehr weiter zart über seinen Rücken führen weil er panisch durchs Zimmer raste, dann haben Sie verloren und der Hund erst recht. Dann verstärken Sie seine Angst, denn er hat sie dann mit seiner Panik dazu gebracht etwas zu unterlassen, Ihr Verhalten zu ändern. Deswegen nur wirklich vorsichtig und sanft Neues beginnen um nicht in diese Situation zu kommen. Notfalls auch noch sanfter, aber nicht abbrechen. Zusätzlich hat dies den nachhaltigen Nebeneffekt das der Hund lernt das er sich zuverlässig an Ihnen orientieren kann auch das Sie bestimmen und nicht er. Für diese Zuverlässigkeit wird er sie später sehr lieben.

Bei Angsthunden, die extreme Angst vor Menschen hatten, erlebte ich manchmal mehrere Wochen, Monate oder bei einem durch seinen Peiniger schwer misshandelten Hund sogar weit über ein Jahr lang, das sie im Garten in Panik ausbrachen, wenn ich auch mit viel Abstand auf sie zulief. Also änderte ich mein normal menschliches Verhalten mit Hilfe der "Hundesprache". Ich ging natürlich auch auf mein Ziel zu, das vielleicht an dem panischen Hunde vorbei führte, machte aber einen Bogen, wandte auch den Blick deutlich ab - "beachtete ihn nicht". Klar beachtete, beobachtete ich ihn, für ihn aber unmerklich. Und siehe da, er beobachtete mich ganz genau. Nach anfänglicher Panik dann nur noch paar Schritte um auszuweichen, aber bekam keine Panik mehr, flüchtete nicht. Der Bogen um ihn, also nicht direkt auf ihn zugehen, ist auch ein Beschwichtigungssignal der Hundesprache. Nachdem ich das eine ganze Zeit lang so machte, konnte ich den Bogen immer mehr abschwächen, immer flotter meine Wege gehen. Ich beobachtete sein Verhalten ganz genau und sobald ich eine gewisse Sicherheit erkannte wiederholte ich diese "Übung" eine ganze Zeit lang bis seine Angst deutlich geringer wurde, erst dann erhöhte ich den Schwierigkeitsgrad leicht. So zog ich das durch, bis ich eines Tages völlig normal an diesem Hund vorbei gehen konnte. Zeit darf auch hier niemals ein Maß sein! Ohne Druck und Zwang gab ich dem Hund die Möglichkeit seine Angst stressfrei und von Grund auf zu überwinden. 

In allen Bereichen ging ich auf diese Weise vor, sobald er eine Situation meisterte wurde sie durch regelmäßige Übungen gefestigt. Mit zunehmender Sicherheit des Hundes erhöhte ich ganz leicht die "Schwierigkeit" und das wurde nun wieder so lange geübt bis er wieder sicher war.  Anfangs nur sehr vorsichtig und sanft, später konnte ich die Schritte etwas vergrößern weil er schon ein gewisses Maß Vertrauen zu mir hatte.

Auf diese Weise übte ich mit ihnen auch das ich Gegenstände in der Hand halten konnte, ohne das sie in Panik ausbrachen. Ich wartete aber auf den richtigen Augenblick. Der war z.B., als der Angsthund sich meinen Hunden bereits so fest angeschlossen hatte, das er mit ihnen zusammen ins Haus wollte. Ich stand aber mit einem Geschirrtuch oder irgend einem Gegenstand in der Hand an der Tür. Der Angsthund sah es... rannte erwartungsgemäß panisch zurück, schaffte es erst einmal nicht an mir vorbei zu gehen. Ich schloss die Tür ruhig und SCHWEREN HERZENS (mir war nur zum Heulen!). Nach ganz kurzer Zeit, vielleicht 1-2 Minuten ging ich mit dem gleichen Gegenstand wieder zur Tür und öffnete sie um den Hund herein zu lassen. Er schaute natürlich als erstes ob ich den "Schlagstock" (so empfand er es sicher) wieder in der Hand hatte, ich wandte beschwichtigend meinen Blick ab, drehe den Kopf mit weg, blieb ganz ruhig stehen. Er kam zwar näher, schaffte es aber noch immer nicht an mir vorbei zu gehen. Wieder ganz ruhig die Tür zu. Wieder kurz warten. Ich habe das paar mal gemacht, er kam jedes mal ein Stück näher und dann schaffte er es sogar an mir vorbei ins Haus zu den anderen Hunden zu gehen. Aber wie! Er überschlug sich fast vor Angst, rutschte weg, lief ganz geduckt und so schnell er nur konnte. Das war so traurig... tat mir so weh! Ich verhielt mich ganz ruhig, schloss die Tür erst langsam als er weit im Haus war. Dieser Hund hatte sehr starke Platzangst, deswegen schloss ich Türen niemals direkt hinter ihm. Nach und nach lief er entspannter und aufrechter an mir vorbei, dann auch langsamer, irgendwann völlig normal und gelassen. Inzwischen nimmt er zwar zur Kenntnis wenn ich etwas in der Hand halte, schnüffelt vielleicht auch mal kurz daran, hat aber überhaupt keine Angst mehr dabei. Im Gegenteil, er schaut mich in vergleichbaren Situationen mit offenen freundlichen Augen an und stolziert erhobenem Hauptes an mir vorbei. 

Das aller Schönste sind die unbeschreiblich großen Glücksgefühle über jeden auch noch so kleinen Fortschritt. Platzen könnte man vor Glück und in die Welt hinaus schreien, weil es so wunderschön ist!

Zwischen Ihnen und einem solchen Angsthund wird eine ganz besonders feste und tiefe Bindung entstehen, wie man sie selten erlebt. Und der Tag wird kommen, wo sie für alles belohnt werden, in einer  Fülle die man sich kaum vorstellen kann. Ich habe beobachtet, das ich nicht die Einzige bin, die es nie schaffte einen solchen Angst-Pflegehund in ein festes Zuhause abzugeben. Dieses Band, das nach und nach fester und enger wird, ist so gut wie nicht mehr trennbar. 

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Der dominante Angsthund

Ich habe (notfalls) schon dominante Pflegehunde aufgenommen um ihnen z.B. die Chance zu geben am Leben bleiben zu können, obwohl ich normaler Weise keinen dominanten Hund aufnehmen würde. Das passt einfach nicht zu den Hunden. Bei einem dominanten Angsthund könnte einiges, das ich oben schrieb, überhaupt nicht zutreffen oder funktionieren. Bezüglich dominanter Angsthund bin ich kein geeigneter Ratgeber, es waren zu wenig dominante Hunde unter meiner Obhut um Erfahrungen weiter geben zu können.

 

Dem Angsthund lernen sich zu "äußern" und Selbstbewusstsein aufbauen

Ich hatte misshandelte Angsthunde die nicht in der Lage waren auch nur im Ansatz irgend ein Bedürfnis, ein Gefühl zu zeigen, außer Angst und Panik. Ich strebe aber an das diese Hunde eines Tages das Selbstbewusstsein haben, wie jeder andere Hund auch zu zeigen was sie möchten. Das ist ganz einfach. Ja, endlich mal etwas das ihm leicht beizubringen ist. Dazu können Sie alle möglichen Situationen nutzen. Ein Beispiel von vielen Möglichkeiten: Wenn er soweit ist das Sie ihn streicheln können, egal ob nur sehr vorsichtig oder schon normal, dann beobachten Sie ihn ganz genau. Sie streicheln ihn und wenn Sie das Gefühl haben das es ihm gut gefällt, dann hören Sie plötzlich auf, sind still, sagen nichts zu ihm. Denn er ist jetzt dran, er soll jetzt die Chance bekommen etwas "zu sagen", ob er mehr möchte oder lieber seine Ruhe. Bleiben Sie aber bei ihm, am besten in der gleichen Position und warten maximal eine Minute. Zeigt er KEINERLEI Reaktion, dann lassen sie ihn einfach in Ruhe und gehen weg. Bei Gelegenheit wiederholen sie es. Zeigt er aber eine Reaktion, wie z.B.den Kopf nach Ihnen wenden, dann streicheln Sie ihn wieder. Es muss ihm aber sichtlich wieder gefallen, wenn nicht brechen Sie ab, vielleicht mit Worten die Sie später auch sagen würden wenn Schluss ist. Reagiert er sichtlich so das es ihm gefällt, dann streicheln Sie ihn wieder, wiederholen das "Spielchen" und hören nach einiger Zeit wieder auf. Nicht zu lange streicheln, eben um ein Zeichen von ihm zu provozieren das er mehr möchte. Nun warten Sie noch einmal ob er erneut so reagiert und wie in diesem Beispiel den Kopf nach ihnen wendet, also das gleiche Zeichen wie beim ersten mal gibt. Dann streicheln Sie weiter. Schon hat er gelernt Ihnen zu "sagen" was er möchte, weil Sie auf eine Reaktion von ihm immer auf die gleiche Weise "antworteten". Er wird sein "Zeichen" also künftig dafür nutzen Ihre "Antwort" zu bekommen. Auch hierbei immer auf das gleiche Zeichen von ihm auf die gleiche Art reagieren um ihm Sicherheit zu geben. Es wird dem Hund sehr gut tun diese positive Kommunikation mit Ihnen zu erleben, es wird sein Vertrauen zu Ihnen stärken und die Bindung fördern. Es ist sogar möglich das Sie nach einem solchen Erlebnis eine Änderung bei ihm feststellen können, es kann sein das er fröhlicher wirkt, lockerer ist, schneller Neues lernt.

WICHTIG dabei ist das Sie auch bestimmen wann Schluss ist. Das sollten Sie ihm etwa nach der zweiten Art dieser "Übung" schon zeigen, sonst ziehen Sie schleichend einen selbstbewussten Tyrann heran. Sie bestimmen dann mehr und mehr ob Sie sich auf seinen Wunsch einlassen und wie lange. Bei allem was er erlernt muss auch das immer berücksichtigt werden. Das muss sehr früh geschehen, noch nicht beim ersten mal aber spätestens beim Dritten mal. Das erste mal ist nur darauf ausgerichtet das ER ein Zeichen gibt, Sie darauf reagieren und er ein Erfolgserlebnis hat.

Das Gleiche trifft auch auf das Laufen an der Leine zu. Wenn er eines Tages so weit ist das er sich angeleint ein Stück führen lässt, flippen Sie innerlich natürlich aus vor Glück. Klar laufen Sie mit ihm erst einmal dahin wohin er möchte, die Hauptsache er läuft. So machte ich es jedenfalls, ich war ja so glücklich das ein solcher Hund endlich soweit war. (Bei einem schwer traumatisierten Hund, der angebunden misshandelt wurde dauerte das fast 1,5 Jahre...) An den folgenden Tagen sollte die Übung, im gesicherten Grundstück, aber schon auch davon beeinflusst werden das Sie bestimmen wo Sie mit ihm hinlaufen. Lieber nur fünf Meter wobei Sie ihn lenken können, als 20 Meter die nur er bestimmt. Auch nicht vergessen, SIE brechen ab, bevor er nicht mehr mitmacht. Denn alles was Sie ihm jetzt beibringen wird sich später steigern, er wird selbstbewusster, auch wenn Sie sich das jetzt noch gar nicht vorstellen können. Wenns Gehen an der Leine nun immer besser klappt beginnen Sie auch vorsichtig zu bestimmen wann er geht, wann er stehen bleibt, Sie bestimmen dann auch die Richtung anzugeben. Sein komplettes späteres Verhalten wird jetzt geprägt, vergessen Sie das niemals. Auch dazu kann ich Ihnen ein Beispiel erzählen: Ich hatte einen Hund der zwar kein Angsthund war, aber auch keinerlei Selbstbewusstsein hatte. Ich brachte es ihm spielend leicht beim Spazierengehen bei. Wenn die Hündin z.B. etwas roch und dahin wollte lief ich mit ihr jedesmal eine solche interessante Stelle. Diese Hündin zog niemals an der Leine, ich fing aber an diese Situation zu nutzen und hielt dabei die Leine ganz sachte immer ein wenig straffer, bestärkte sie aber auch darin dahin zu gehen. Ich vergaß damals auch die Gegenseite, ihr nämlich auch beizubringen wann ich ihr das "erlaube" und wann nicht. Was kam sehr schnell dabei heraus? Diese Hündin wurde sehr selbstbewusst, setzte mit ihrer ganzen Körperkraft ihren Willen durch, zog letztlich wie ein sturer Ochse an der Leine wenn sie in eine ihr angenehme Richtung laufen wollte. Sie strotzte nur so vor Selbstbewusstsein. Mein Glück war damals, das sie ein kleiner Whippet war, bei meinen späteren starken Barsois wäre das fatal gewesen.

 

 

Noch eine Erfahrung im Umgang mit extremen Angsthunden möchte ich Ihnen darstellen.

Ich lese immer wieder, das auch von "Profis" geraten wird einem Angsthund oder ängstlichen Hund in so manchen Situationen nicht auf seine Angst einzugehen, ihn nicht in seiner Angst zu unterstützen, zu bestätigen, seine Angst einfach zu ignorieren. Bei einem unsicheren oder ängstlichen Hund leuchtet mir das ein, er hat ja eine gewisse Grundsicherheit. Aber bei einem wirklichen Angsthund habe ich eine ganz andere Erfahrung gemacht! 

Ich gehe darauf ein! Ich schütze meinen Angsthund, somit erfülle ich überhaupt erst die Voraussetzung, die ein Rudelführer mitbringen muss um als Boss anerkannt zu werden und sein Vertrauen zu gewinnen.

Ein Beispiel aus der Praxis: Um mit meinem (Angst)Hund in den Wald laufen zu können, führt der Weg über eine Autobahnbrücke mit insgesamt sechs stark befahrenen Spuren. Also ein langer, sehr lauter Weg... Unmöglich für einen extremen Angsthund darüber zu laufen, auch wenn er inzwischen schon so viel Vertrauen zu mir hat, das ich jede Panik bei ihm beherrschen kann und mit ihm schon spazieren gehen kann. 

Erst lief ich ruhige Wege, dann immer näher - doppelt und dreifach gesichert - bis zu einem Parallelweg an der Autobahn. Dazwischen war nur ein schmales Wäldchen, ich setzte ihn sehr behutsam zunehmend mehr dem Geräusch aus, bis es ihn nicht mehr ängstigte oder irritierte. Das hat mehrere Wochen gedauert bis er diesen Weg entspannt laufen konnte. Ich lief auch spät abends, wenn es dunkel war mit ihm, damit er sich an Autolichter gewöhnt. Eines Tages war es soweit, er war ziemlich sicher und sollte nun zum ersten mal mit über die lange Autobahnbrücke laufen. Auch ich war mir sicher das ich es schaffe, ich durfte auf keinen Fall zweifeln, diese Unsicherheit hätte er gespürt. Ich hatte zwei meiner sichersten und ruhigsten Hunde dabei. Der Angsthund war nicht eingeengt zwischen mir oder den Hunden, er sollte das Gefühl haben nicht bedrängt zu werden, keinen Zwang spüren, ja sogar das Gefühl haben flüchten zu können. Ich nahm ihn nur so kurz an die Leine das ich Einfluss auf ihn hatte, er aber genügend Freiraum. Ich lief erst langsam auf die Brücke zu, allmählich mit zunehmendem Geräuschpegel schneller die Brücke hoch und lobte meinen Angsthund jetzt schon das er so gut mit lief. Er kannte da auch schon meine Worte, vertraute ihnen das alles in Ordnung ist, keine Gefahr besteht. Die nutzte ich und signalisierte es ihm. Ich wusste ganz genau wie ich reagiere wenn er anfängt nervös zu werden oder in Panik ausbricht. Ich lief zügig mit den Hunden auf die Brücke und lenkte die Aufmerksamkeit auf mich. Die LKW´s waren dann zu laut... der Angsthund bekam erwartungsgemäß Panik. Eine gefährliche Steigerung verhinderte ich durch folgende Reaktion: Ich als Rudelboss erkannte seine Angst, auch die Gefahr und bot ihm Schutz indem ich so schnell ich konnte mit ihm flüchtete  - mit den Hunden über die lange Brücke lief, meine ganze Konzentration auf den Angsthund gerichtet, immer mit ihm verbal in Verbindung ohne ihn noch mehr zu stressen. Und wir kamen auf der anderen Seite sicher an, trotz Panik bei der er sich aufbäumte, sein Hinterteil ziehend herumwarf um sich aus dieser Lage zu befreien und fort zu rasen. Und warum? Weil ich seine Angst wahr nahm und darauf einging. Ich flüchtete mit ihm! Ohne Zwang und Druck bekam ich ihn über diese Brücke, unter der wahrhaft Lärm war. Aber ICH bestimmte die Richtung! Da ich mich als Rudelboss bewährte vertraute er mir und lief mit.

Beim zweiten Gehen über diese Autobahnbrücke zahlte sich mein Verhalten schon aus. Er bekam natürlich wieder Panik mehr, zog aber nur nach vorn, also ÜBER die Brücke, so wie ich mit ihm beim ersten mal "flüchtete". Er war sich sicher das ich ihn schütze, sonst hätte er sich das niemals gewagt. Wäre ich auf seine Angst nicht eingegangen, hätte ich das nicht bei ihm erreicht, sogar sein Vertrauen verloren. Etwa ab dem vierten mal hatte er zwar noch große Angst, brach aber nicht mehr in Panik aus. Er vertraute mir. Dieser Hund ist so "kaputt" gemacht worden, er wird wohl nie völlig angstfrei über diese Brücke gehen können, er ist immer angespannt, aber er bricht nicht mehr in Panik aus. Er weiß das er Schutz hat und es sich lohnt, auf der anderen Seite gibts einen schönen Waldspaziergang. Die anderen Angsthunde gehen über diese Brücke völlig entspannt.

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Fazit

Ich habe mich ganz bewusst für den langen, sanften Weg entschieden, mit den mir anvertrauten Angsthunden umzugehen. In erster Linie weil ich der Meinung bin das ein Hund der viele stark ausgeprägte Ängste hat sie nur wirklich überwinden kann, wenn er sie Schritt für Schritt abbaut. Anfangs mit angepasst hoher "Sicherheitsstufe" natürlich, weil der Angsthund ein erhöhtes Geborgenheitsbedürfnis hat (ohne ihn zu bedrängen!) und es in der ersten Zeit gar nicht bei mir finden kann, ich bin ihm ja noch fremd. Wenn man den Hund genau beobachtet weiß man sehr schnell wo seine Ängste liegen. An diesen Knackpunkt "muss" man sich sanft aber sicher heran arbeiten, "ganz unten" anfangen. Durch viele, viele Übungen und unendlicher Geduld wird er mit Vorsicht und liebevoller Konsequenz immer näher an seine jeweiligen Ängste heran geführt, immer so das er sich bei mir sicher und geschützt fühlt, mindestens diese Erfahrung machen kann. Erst wenn er etwas sicher kann darauf aufbauen, dann erst kommt der nächste Schritt, nicht eher. Meiner Meinung nach ist das sogar sehr wichtig, nur so kann der Angsthund trotz Angst und Panik Schutz und Geborgenheit spüren. Auf diese Weise baut er sogar Selbstbewusstsein auf, trotz Ängsten.

Anders kann ich mir keine wirkliche Angstbewältigung und keine Sicherheit für einen wahren Angsthund vorstellen. Jedenfalls beim sensiblen Windhund nicht. Das "Crashkurse" böse ausgehen können zeigt, das schon so manche Angsthunde auf nimmer Wiedersehen die Flucht ergriffen.

Bei aller Behutsamkeit rate ich Ihnen darauf zu achten das SIE bestimmen, SIE die Führung übernehmen und behalten. Das funktioniert aber auch nur wenn Sie ihn nicht überfordern, nichts von ihm verlangen was er vor lauter Angst noch gar nicht schaffen kann. In kleinen Schritten führen und Sicherheit geben. Bei einem Angsthund besteht die Gefahr das er lernt das er Sie ganz leicht manipulieren kann. Dann könnten Sie einen Tyrannen heran ziehen, er seine Ängste nicht überwinden lernt sondern sie für seine Interessen einsetzt. Wenn er also etwas kann, eine Angst überwunden hat, konsequent üben um seine Sicherheit darin zu bestärken, mit zunehmender Sicherheit den nächsten kleinen Schritt einbauen. Immer sollten Sie der Führende, Leitende sein, nicht der Hund.

Wenn Ihr Hund aus Angst nach Ihnen schnappt, prüfen Sie IHR Verhalten. Womöglich erkennen Sie seine Signale nicht, verstehen ihn nicht. Vielleicht überfordern Sie ihn oder Sie sind ihm körperlich zu nahe, er hat noch nicht so viel Vertrauen zu Ihnen das Sie das "dürfen". Vielleicht macht ihm auch "nur" ihre aufrechte, somit dominante Körperhaltung Angst usw. Es wäre wichtig durch sensibles Beobachten den Grund dafür herauszufinden, um es schnellstens zu vermeiden. Wenn der Angsthund Ihnen gegenüber öfter so reagiert lernt er auch hier ganz schnell wie er Sie manipulieren kann, sich durchsetzen kann. Strafe ist völlig falsch, damit steigern Sie nur dieses Verhalten. Ein kurzes Beispiel dazu: Eine Familie holte sich einen sehr ähnlichen Hund, wie ihnen kurz zuvor einer gestorben war. Die Freude war enorm groß, Ihr geliebter Hund war irgendwie wieder da. So behandelten sie ihn auch. Sie trugen ihn herum, betüttelten ihn, überschütteten ihn mit ihrer Liebe und Freude. Er fing an zu beißen. Das steigerte sich Wochen lang, es war unerträglich, sie trugen sich mit dem Gedanken ihn wieder abzugeben. Ich riet ihnen den Hund in Ruhe zu lassen, ihm erst einmal die Chance zu geben das er sie erst einmal kennen lernen und Vertrauen zu ihnen fassen kann. Er käme dann von ganz alleine, ohne jegliche Aggression. Es fiel ihnen sehr schwer, aber sie versuchten es. Und wirklich es funktionierte. Die Aggression war nichts weiter als seine letzte  Möglichkeit die fremden Menschen erst einmal auf Distanz zu halten, alle seine Signale vorher hatten sie vor lauter Freude und Begeisterung nicht wahr genommen.

Es gibt aber auch Hunde die es nicht schaffen können alle Ängste zu überwinden. Wenn ich spürte wo Ende der Fahnenstange ist, versuchte ich den Hund aber so hinzubekommen das er dennoch ein schönes, fröhliches, interessantes und stressfreies Leben führen kann. Z.B. wenns halt absolut nicht mit fremden Männern geht, dann vermittle ich ihm besonders stark das Gefühl das ich ihn schütze. D.h. Männer können irgendwann trotzdem in seine Nähe, aber ich stehe VOR meinem Hund. Kommen männliche Passanten entgegen, gehe ich zwischen meinem Hund und den Männern. Das ist nicht anstrengend, das geht irgendwann automatisch. In unverhofften Situationen weiß der Hund ganz genau das er sich auf mich verlassen kann, wird immer weniger mit Panik reagieren und vorallem nicht aus Panik weg laufen, wenn doch dann nur so weit um zum "Angstobjekt" genügend Sicherheitsabstand zu haben, mehr nicht.

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 ... und noch ein kurzes, interessantes Beispiel:

Mein Greyhoundmix Emir (Schulterhöhe 76 cm) zeigte nach einigen Monaten bei mir ein Verhalten das ich nicht gleich verstehen konnte. Er war kein Angsthund, nur sehr unsicher. Er griff nach etwa zwei Jahren auf einmal Männer an, versuchte es jedenfalls,  wenn sie zu nahe an uns vorbei gingen. Er versuchte sie am Ärmel zu packen, versuchte sie vom Fahrrad zu ziehen... So plötzlich, das ich kaum noch reagieren konnte. Aber nicht bei jedem Mann!  Eines Tages lief ich mit ihm (angeleint) in Feldern, man konnte weit schauen. Emir blieb plötzlich wie angewurzelt stehen und starrte in eine Richtung, wie versteinert, er war keinen einzigen Meter mehr zu bewegen, was ich überhaupt nicht von ihm kannte. Ich sah da einen Mann kommen, etwa noch 200 m entfernt. Ich blieb stehen, klar ich wollte wissen was los ist, was ihn so irritiert. Umso näher der Mann kam, desto kleiner wurde mein Riese Emir. Als der Mann kurz vor uns war, versteckte sich Emir ganz klein und tief geduckt hinter meinen Beinen! Er lag fast geduckt auf dem Boden vor Angst! Ich stellte mich, egal wie doof das aussah, sicher, breit und schützend vor ihn, ließ es zu das er sich "versteckt". Ich wich nicht zurück, blieb so felsenfest stehen. Der Mann war ein kräftiger, etwas dunkelhäutiger Typ mit schwarzen Haaren, wirkte südländisch. (Emir lebte vorher acht Jahre in Spanien). Als der Mann an uns vorbei gegangen war kam Emir ganz langsam wieder hinter mir hervor gekrochen, richtete sich vorsichtig wieder auf und ließ diesen Mann so lange nicht mehr aus den Augen, bis er nicht mehr zu sehen war. Von diesem Tag an "griff" Emir niemals mehr Männer an, zeigte absolut keine negative Reaktion, im Gegenteil sogar! Er geht auf jeden Menschen ausgesprochen freundlich zu, auch auf jeden Mann, genießt wenn er angesprochen und gestreichelt wird.

Was war passiert? Emir wurde bei mir zunehmend sicherer und selbstbewusster und schien sich nun an seinen Peinigern, Männern, "rächen" zu wollen, ihnen zeigen zu wollen "Mir tust Du nie mehr weh" - wenn ich es mal in menschlicher Sprache ausdrücken darf. Seine Angst war aber noch da. Das ich, als Rudelboss, ihn vor dem einem Mann, den er als einen seiner "Peiniger" hielt sicher "beschützte", löste sich seine Angst durch den Schutz seines Rudelbosses vollkommen auf! Damit hatte ich sein absolutes Vertrauen erarbeitet! Von da an war er wie umgewandelt, frei wie ein Hund freier nicht sein kann, vollkommen ohne Ängste, außergewöhnlich freundlich, lebensfroh, unsagbar ausgeglichen, stolz und selbstbewusst und ausgesprochen gutmütig. Er ist sich absolut sicher, sein Rudelboss schützt ihn in jeder Situation auch in der gefährlichsten! 

 

Beispiele von Angsthunden:

 

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